Unter CO.DRIVE wird das vollständige Path-Following verstanden, bei dem das Versuchsfahrzeug nicht nur spurgeführt, sondern auch automatisch geschwindigkeitsgeregelt gefahren wird. Damit können alle Erprobungen realisiert werden, bei denen exakt reproduzierbares Fahren notwendig ist, ohne dass ein Fahrer das Fahrzeug bedienen oder sich im Fahrzeug befinden muss. So kann z.B. der öffentlichkeitswirksame Elchtest unter exakt gleichen Bedingungen wiederholt automatisiert durchgeführt werden.
Da der Fahrersitz komplett frei bleibt, kann ein Fahrer nach wie vor im Auto sitzen und jederzeit die Steuerung des Fahrzeuges selbst übernehmen.
CO.DRIVE - Prinzipaufbau
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Das betreffende Versuchsfahrzeug wird mit den im Rahmen von CO.ACT beschriebenen VEHICO-eigenen Aktoren zum Bedienen der Lenkung, Pedale und des Schalthebels ausgestattet. Diese Stelleinheiten werden von einem integrierten fahrzeugeigenen Rechensystem angesteuert, das alle notwendigen Echtzeitalgorithmen, die zum autonomen Fahren des Fahrzeuges erforderlich sind, ausführt. Die Daten über das Fahrzeug werden von einer im vorderen Bereich des Fahrzeugs angebrachten Sensoreinheit erfasst und an das Rechensystem übermittelt. Da kein Fahrer im Fahrzeug mehr erforderlich ist, wird über eine Online-Funkverbindung Kontakt zum Fahrzeug gehalten. Hochentwickelte Sicherheitsmechanismen garantieren, dass das Fahrzeug im Falle eines Systemausfalls sofort zum Stillstand kommt. Systembedingt ist so ein automatisches Fahren realisiert, das dem eines menschlichen Fahrers entspricht, mit dem Vorteil einer immer gleichen, hochgenauen und reproduzierbaren Fahrweise. Mit den folgenden Systemeigenschaften ist das automatisierte Fahren von Fahrzeugen für eine Vielzahl unterschiedlichster Anwendungen einsetzbar.
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Genauigkeit
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Die Regelung der Fahrdynamik von CO.DRIVE stellt eine Erweiterung von CO.TRACK dar, indem die Fahrzeugslängsdynamik ebenfalls mit in den Regelkreis einbezogen wird. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um ein Fahrzeug mit Diesel- oder Benzinmotor handelt oder ob das Fahrzeug ein Automatik- oder Schaltgetriebe besitzt. CO.DRIVE ist in der Lage, das Fahrzeug vollautomatisch anzufahren und entsprechend den zuvor definierten Fahrmanövern zu beschleunigen, abzubremsen oder eine konstante Geschwindigkeit zu halten. Die unter harten Echtzeitbedingungen ausgeführten Regelungs- und Steuerungsalgorithmen beruhen ebenfalls auf neusten Forschungsergebnissen. Die speziell für diesen Anwendungszweck entwickelte Steuerungssoftware vereinigt höchste Genauigkeiten, extreme Zuverlässigkeit und ausreichende Robustheit für den Einsatz im Testfeld. |
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Einsatzbereiche
Typische Einsatzfelder von CO.DRIVE sind Fahrzeugversuche, bei denen ein menschlicher Fahrer entweder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr eingesetzt werden kann oder seine Genauigkeit bzw. Reproduzierbarkeit für die erforderlichen Messergebnisse nicht mehr ausreicht. CO.DRIVE ist einfach an die jeweils vorherrschenden Versuchsbedingungen anpassbar und erschließt sich dadurch eine Vielzahl an unterschiedlichsten Einsatzbereichen.
- Misuse - Versuche
- Bremsversuche
- vollautomatisierter Elchtest
- Entwicklung zukünftiger Fahrerassistenzsysteme und Fahrdynamikregelungen Bsp: ESP, ACC, Abbiegeassistent, etc.
- Dauerlauf-Erprobung, Schlechtweg-Erprobung
- Unfallrekonstruktion
- Stunt-Szenen mit fahrenden Autos








